Flüchtlingsproblematik als Thema im Jakobi-Treff "Kirche und Welt"

Zuwanderung, Flucht und Willkommenskultur" war das Thema im Jakobi-Treff "Kirche und Welt" im Januar. 
Referent war Prof. Dr. Klaus J. Bade. Der Migrationsforscher, Publizist und Politikberater lehrte bis 2007 Neueste Geschichte an der Universität Osnabrück und lebt seither in Berlin. Er ist einer der führenden Migrationsexperten in Europa. 
Die zahlreichen Zuhörer in der Jakobi-Kirche verfolgten aufmerksam die Ausführungen von Bade zu den Hintergründen von Migration, den Ursachen von Flucht und Verfolgung sowie seiner Analyse von Schwächen des gegenwärtigen Umgangs mit Flüchtlingen.
 
Klar sprach sich Bade für eine Fortsetzung des humanitären Engagements ohne Einschränkungen aus. Er forderte eine Art "Europäische Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger". Klare Kante forderte er bei der Integration von Migranten in unser Rechts- und Wertesystem. Hart ging er mit der Einwanderungs- und Asyl-Politik der Bundesregierung der letzen 20 Jahre ins Gericht und warnte eindringlich davor, dass in Deutschland trotz des großen bürgerschaftlichen Engagements wieder das demagogische Spiel mit Vorurteilen einzieht, das den Umstieg von Kritik in Gewalt forciert.