Gemeindejubiläum von Pfarrer Rick

Am 3. Januar 1993 wurde Pfarrer Jürgen Rick durch den Superintendenten des Kirchenkreises Tecklenburg - Hans Werner Schneider - in sein Amt als Pfarrer der Jakobi-Gemeinde eingeführt. Man kann es kaum glauben, aber es sind tatsächlich schon 25 Jahre her, seit die Zeitung in Rheine titelte: "Pfarrer Rick: Dieser Aufbruch macht Mut!" Von Booten war damals die Rede, vom Rudergänger und von den gemeinsamen Aufgaben der gesamten Mannschaft.

Damals, vor 25 Jahren, hat das Schiff der Gläubigen einen zusätzlichen Rudergänger bekommen. Gemeinsam mit Pfarrer Cord Bültermann und Pfarrer Siegfried Tripp hat Jürgen Rick dann die Geschicke der Gemeinde geleitet.

Unzähligen Menschen ist er in dieser Zeit begegnet, unzählige Gespräche, Taufen, Konfirmationen, Trauungen, Beerdigungen und vieles mehr.

Am 7. Januar 2018 beging die Gemeinde das Jubiläum von Pfarrer Rick mit einem festlichen Gottesdienst in der Jakobi-Kirche.

In einer sehr persönlich gehaltenen Predigt wandte er sich an sein „liebes Jakobi“:

Er sei jetzt sozusagen 25 Jahre mit der Jakobi-Gemeinde „verheiratet“. 1989 begann er sein Vikariat in der Johannes-Gemeinde bei Pfarrer Reusch. 1992, dem Jahr der Bibel, hob er zusammen mit der Jugendreferentin Ingrid Klammann (damals noch Ingrid Zimmermann) die erste gemeinsame Kinderbibelwoche der Johannes- und Jakobi-Gemeinde aus der Taufe.

Als Krankenhauspfarrer Heinz Oehlke 1992 in Ruhestand ging, wurde aus dessen kreiskirchlicher Pfarrstelle die dritte Pfarrstelle der Jakobi-Gemeinde - mit einem geteilten Dienstauftrag: Krankenhausseelsorge und Gemeindearbeit (mit dem Schwerpunkt „Jugendarbeit“). Jürgen Rick bewarb sich um diese neue Pfarrstelle in Jakobi, hielt am 18.10.1992 die Probepredigt vor der Gemeinde und konnte am 3.1.1993 seinen Dienst antreten. Zuerst waren seine Schwerpunkte damit die Krankenhausseelsorge und die Jugendarbeit, später die ganze Palette der „Kinder-, Jugend- und Familienarbeit“ -  mit den beiden Einrichtungen der Gemeinde: dem mittlerweile zum Familienzentrum weiterentwickelten Jakobi-Kindergarten und dem Jugendzentrum Jakobi, das damals noch „August-Hermann-Francke-Haus“ hieß. Nach 25 Jahren sei er jetzt, dem fortschreitenden Alter gemäß, bei der gemeindlichen Seniorenarbeit angekommen.

Was ihm in besonderer Erinnerung geblieben ist? 2013, das 1175-jährige Jubiläum von Rheine und Sankt Dionysius-Gemeinde und 175 Jahre Jakobi-Gemeinde wurde unter anderen mit dem ersten gemeinsamen „Markt der Möglichkeiten“ von beiden Gemeinden gefeiert. Die ökumenische Annäherung wurde auch im Jubiläumsjahr der Reformation 2017 fortgesetzt. So predigte Pfarrer Lemanski von Sankt Dionysius vor der Jakobi-Gemeinde.

Es waren auch schmerzliche Ereignisse, die sich nicht aus der Erinnerung streichen lassen  - der Brandanschlag 1997, bei dem 8 Menschen starben und Pfarrer Rick die Trauerrede im Gottesdienst halten musste, oder kurz vor dem Jahr  2000 der Abschied von der Paul-Gerhardt-Kirche, die entwidmet und abgerissen wurde.

Jürgen Rick ist auch für die Zukunft zuversichtlich, trotz des gegenwärtig prognostizierten fehlenden Nachwuchses an Pfarrern und der damit verbundenen Frage nach Aufrechterhaltung der heutigen Angebote und Leistungen. Mit Veränderungen müssen wir täglich leben und lernen, damit umzugehen.

Von den zahlreich erschienenen Gemeindegliedern nahmen wiederum die meisten die Einladung an, sich nach dem Gottesdienst  im Gemeindehaus zusammenzufinden. Nachdem das offizielle Programm mit Glückwünschen und Gratulation abgeschlossen war, konnten beim gemeinsamen Mittagessen viele Gedanken ausgetauscht werden.

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