"Kritischer Konsum" als Thema im Jakobi-Treff "Kirche und Welt"

Passend zu Erntedank war „Kritischer Konsum“  das Thema im Jakobi-Treff „Kirche und Welt“ in der letzten Septemberwoche. Karl Wilms konnte als Referent Jens Halfmann von der kath. Familienbildungsstätte Rheine begrüßen.

In seiner Einführung machte Halfmann deutlich, dass wir praktisch alles zu jeder Zeit kaufen können, da wir in einer globalisierten Weltwirtschaft leben, aber nur wenigen sei bewusst, woraus die Konsumgüter bestehen, die für uns selbstverständlich sind, geschweige denn, wo diese herkommen. Mit unserem Geld veränderten wir die Welt, z.B. durch die Wahl der Lebensmittel, die wir kaufen, durch die Geldanlagen, die wir tätigen, oder durch die Entscheidung gegen heimische und saisonale Produkte.

Anhand von zahlreichen Beispielen verdeutlichte er die Folgen des Preisdrucks bei der Erstellung von Sachgütern und Lebensmittel in den Entwicklungsländern und machte klar, welch geringer Teil der Wertschöpfung bei den Menschen landet, die diese Güter produzieren.

Was könne der einzelne tun? Versuchen Sie, fair zu kaufen; die Auswahl der Siegel sei mittlerweile kaum noch überschaubar, seien es Textilen, Nahrungsmittel oder Gebrauchsgegenstände.  Geiz sei eben nicht geil, sondern schädlich, im Zweifel regional und auch saisonal kaufen.

Die anschließende lebhafte Diskussion machte deutlich, dass in einigen Bereichen politische Umsteuerungen nötig sind (wie z.B. bei der Energiewende oder bei dem Einsatz von landwirtschaftlichen Flächen zur Energie-Erzeugung), aber dass es andererseits auch vieler kleiner Schritte vieler einzelner bedarf, um den unbefriedigenden Umgang mit knappen Ressourcen zu verändern.