Traditionelles Adventskonzert in der Jakobi-Kirche

Die vielen Stunden Chorproben haben sich gelohnt: In die bis auf den letzten Platz gefüllten Jakobi-Kirche zauberte Kantorin Lena Puschmann mit drei Chören und dem Bläserchor adventliche Stimmung. Die Begleitung am Klavier spielte Winfried Puschmann; Pfarrerin Claudia Raneberg führte durch das Programm und steuerte weihnachtliche Gedichte bei.

Den Auftakt machte eine Vertonung des alten Adventspsalmes „Machet die Tore weit und die Türen der Welt hoch“, gesungen von 55 Sängerinnen und Sängern zwischen 7 und 83 Jahren. Unter Begleitung des Posaunenchores durfte natürlich auch „Macht hoch die Tür“ als Gemeindegesang nicht fehlen. Einen Kontrast dazu setzte der Kirchenchor mit der nachdenklichen Stimmung des Advents-Chorals „Die Nacht ist vorgedrungen“ von J. Klepper.

Die älteren Kinder des Kinderchores präsentierten dann einige Lieder des Krippenspiels von G.-P. Münden vom heiligen Abend, u. a. auch das Gloria: Man sah den Kindern die Freude beim Singen an. Die Kinder zwischen sieben und zehn Jahren sangen alle Lieder auswendig und einige Strophen wurden auch solistisch gesungen, und nicht nur die Eltern und Großeltern spendeten reichlich Beifall.

Der Kirchenchor sang anschließend schwungvoll und lebendig zwei Motetten von Michael Prätorius, sowohl den Originaltext der Komposition auf Latein, aber auch eine deutsche Übersetzung, jeweils unterbrochen von einer instrumentalen Fassung des Posaunenchores.

Den letzten Teil gestaltete der Gospelchor mit englischsprachiger zeitgenössischer Weihnachtsmusik: „Child in a manger“  von J. Rutter ist dabei angelehnt an eine alte keltische Melodie, während „And yet“  von dem Spannungsfeld in der Christnacht zwischen der schwierigen Situation Marias und der Freude über das neugeborenen Kind geprägt ist. Im schwungvollen „Jesus is the Lord“ stand dagegen der Weihnachtjubel im Vordergrund und auch der Posaunenchor spielte eine Bearbeitung des bekannten Weihnachtsgospels „Oh when the saints“.

Am Ende sparten die Zuhörer nicht mit Beifall, als Zugabe gab es noch einmal mit allen Sängerinnen und Sängern das Einganglied, aber diesmal als vierstimmigen Kanon. Die Zuhörer waren sich einig: Die Saat, die Kantorin Lena Puschmann im Laufe der letzten zwei Jahre gelegt hat, beginnt aufzugehen. Beim anschließenden gemeinsamen Empfang aller Akteure wurden dann schon neue Pläne für die Kirchenmusik bei Jakobi geschmiedet.